Viele Unternehmen und Hausverwaltungen verlassen sich darauf, dass ihre Gebäudeversicherung im Ernstfall schützt. Doch häufig ist die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt – mit teils dramatischen Folgen.
Ein Beispiel zeigt, wie schnell es teuer werden kann:
Der tatsächliche Wiederherstellungswert eines Gewerbegebäudes liegt bei 13 Mio. Euro, versichert sind jedoch nur 9,8 Mio. Euro. Kommt es zu einem Schaden von 1,5 Mio. Euro, ersetzt die Versicherung wegen der Unterversicherung nur rund 1,13 Mio. Euro. Die Differenz von fast 370.000 Euro bleibt beim Versicherungsnehmer hängen.
Warum passiert das?
Unterversicherung entsteht meist durch:
- veraltete Gebäudewerte
- gestiegene Bau- und Materialpreise
- Umbauten, Anbauten oder geänderte Nutzung
- fehlende Aktualisierung bestehender Policen
Gerade ältere Verträge wurden oft nie vollständig angepasst. Für Hausverwaltungen bedeutet das zudem ein Haftungsrisiko, wenn auf Lücken nicht hingewiesen wurde.
Wie lässt sich das vermeiden?
Eine professionelle Risikobewertung ist entscheidend. Spezialisten ermitteln mithilfe moderner Bewertungsmethoden den realen Versicherungsbedarf und verhindern so Deckungslücken. Für Wohngebäude gibt es inzwischen Modelle, die Unterversicherung bei korrekten Angaben komplett ausschließen.
Fazit
Unterversicherung ist kein seltenes Phänomen – aber ein vermeidbares. Eine regelmäßige Überprüfung der Versicherungssumme schützt vor hohen Eigenanteilen und sorgt dafür, dass im Schadenfall genügend Kapital zur Verfügung steht.
Wir prüfen Ihre bestehende Gebäudeversicherung gern unverbindlich und zeigen mögliche Optimierungen auf.




